Dienstag, Mai 10, 2011

nathan der weise

Dienstag, Mai 10, 2011

Da ich heute beschlossen habe nicht zur Schule zu gehen, weil meine Klasse schwimmen geht und ich ganz sicher nicht vor denen im Bikini herumtanzen will - hab ich Zeit euch "Nathan der Weise" von Lessing vorzustellen. Es war zwar eine Schullektüre, aber ich finde, dass das Buch auch privat lesenswert ist. Es ist ein Reclamheft und kostet 3.10€ (beim Thalia oder beim Libro).

Das Reclamheft sieht so wie alle anderen auch aus, und rechts sieht man den Schriftsteller Lessing.

Das Stück ist in 5 Aufzügen aufgeteilt, welche dann in 6 - 10 Auftritten unterteilt sind.

Inhalt
Es geht um den reichen Juden Nathan, der den Beinamen "der Weise" hat, weil er nun mal weise ist. Er hat ein einziges Kind, nämlich seine Tochter Recha, die er über alles liebt. Sie haben eine -sozusagen- Gehilfin die Daja heißt und Christin ist. Alle drei verstehen sich total gut, obwohl sie verschiedener Religionen sind.
Nathan kommt gerade von seiner langen Reise zurück nach Jerusalem. Daja berichtet ihm, dass sein Haus in Flammen aufgegangen ist und seine Tochter Recha ebenfalls um ein Haar verbrannt wäre, wenn sie nicht ein Tempelherr gerettet hätte. Nathan ist dem Templer unglaublich dankbar und will ihn für seine Tat belohnen. Der Templer nimmt die Einladung jedoch von Nathan nicht an und begründet das nur mit "Jud' ist Jude." Nathan versucht ihn aber zu überreden: "Verachtet mein Volk so sehr ih wollt. Wir haben beide uns unser Volk nicht auserlesen. Sind wir unser Volk? Was heißt den Volk? Sind Christ und Jude eher Christ und Jude, als Mensch?"
Nach diesen Worten kommen beide ins Gespräch und freunden sich relativ gut an. Der Templer erzählt Nathan, dass er vom Sultan Saladin gefangen genommen wurde. Und jeder weiß, dass der Sultan keinen Tempelherr verschont und alle hinrichten lässt. Doch bei ihm hat er eine Ausnahme gemacht, weil er angeblich Saladins verschollenen Bruder ähnlich sehe.
Als der Tempelherr, auf Wunsch von Nathan, Recha besucht, verlieben sich beide ineinander. Ihrer Liebe steht vorerst nichts im Wege.
Nathan wird vom Sultan Saladin eingeladen, weil dieser in großen Geldnöten steckt und hofft, dass der reiche Jude ihm was leiht. Sie kommen in ein Gespräch worauf der Sultan Nathan fragt, welche denn die rechte Religion sei. Nach langem Überlegen -denn egal ob sich Nathan für das Christentum, Judentum oder Islam entscheiden würde, alle Antworten wären falsch- erzählt er dem Sultan die berühmte Ringparabel: "Es lebte mal ein Mann der einen Ring besaß. Der Stein war Opal, der hundert schöne Farben spielte, und hatte die geheime Kraft vor Gott und Menschen angenehm zu machen, wer in dieser Zuversicht ihn trug. Der Ring wurde von Vater zu Sohn weitergegeben, bis er eines Tages zu einem Vater kam der sich zwischen seinen drei Söhnen nicht entscheiden konnte. So lies der Vater zwei weitere identische Ringe anfertigen, damit jeder von seinen Söhnen einen hatte. Der rechte Ring war nicht erweislich - fast so unerweislich als uns jetzt der rechte Glaube. Als alle drei Söhne beim Gericht waren, riet ihnen der Richter jeder solle von ihnen um die Wette streben, die Kraft des Steines in seinem Ring an den Tag zu legen." Das Christentum, das Judentum und der Islam werden von diesen drei Ringen symbolisiert. Jeder sollte sich seinem Ring oder seiner Religion als würdig erweisen und sich so verhalten, als ob diese die "wahre" wäre.
Mit der Zeit stellt sich dann heraus, dass Recha eine Christin, und Nathan nicht ihr Vater ist. Der Jude nahm die kleine Christin bei sich auf, obwohl in der Nacht davor, all seine sieben Söhne und seine Frau von Christen ermordet wurden. Es kommen noch viele andere Sachen ans Licht, die ich euch nicht erzählen werde, sonst verderbe ich euch ja den Spaß am Lesen :P


Das wichtigste in diesem Stück sind die Religionen. Es ist ein ewiges hin und her, aber Lessing will uns eigentlich nichts anderes damit sagen, außer, dass es egal ist woran man glaubt - sind wir doch alle Menschen. Ich persönlich finde, dass das Lessing hier ein Meisterwerk geschrieben hat :D


Ein Opal hat schon etwas mystisch an sich. So sieht er aus:

Zitate
❊ Er kam, und niemand weiß woher. Er ging, und niemand weiß wohin.
❊ Ist ein alter Eindruck ein Verlorener?
❊ Die Menschen sind nicht immer was sie scheinen. Doch selten etwas Besseres.
❊ Was auch in deinem Inneren vorgeht, ist Natur und Unschuld.
❊ Der Blick des Forschers fand nicht selten mehr, als er zu finden wünschte.
❊ Wer überlegt, der sucht Bewegungsgründe, nicht zu dürfen.
❊ Der Mann steht seinen Ruhm. Sein Ruhm ist bloß sein Schatten.
❊ Wenn an das Gute, das ich zu tun vermeine, gar zu nah was gar zu Schlimmes grenzt: So tue ich lieber das Gute nicht; weil wir das Schlimme zwar so ziemlich zuverlässig kennen, aber bei weiten nicht das Gute.
❊ Ein einz'ger Funken dieser Leidenschaft doch unseres Hirns so viel verbrennen kann.
❊ Doch was man ist, und was man sein muss in der Welt, das passt ja wohl nicht immer.

Eure Sani ♡

1 words of wisdom:

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